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2. August Roma-Holocaust-Gedenktag: Der Ignorierte Völkermord. Ausstellung in Göttingen

Am 2. August 1944 wurden alle Roma und Sinti ermordet, die bis dahin im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebt hatten. 4300 Menschen wurden in die Gaskammern geschickt und damit das „Z-Familienlager“ „liquidiert“. Daher gedenken Roma weltweit am 2. August der im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen und ihren Verbündeten ermordeten Roma Europas.

In diesem Jahr jährt sich der Überfall auf die Sowjetunion zum 80. Mal. Der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion hat ca. 30 Millionen Menschen das Leben gekostet, der überwiegende Teil davon Zivilist_innen. Mit dem Überfall begann auch die Vernichtung der sowjetischen Roma. Der Völkermord gegen die Roma der Sowjetunion ist nach wie vor wenig erforscht und kaum bekannt.

Ab dem 2. August zeigt das Roma Center/ Roma Antidiscrimination Network die Ausstellung „Der ignorierte Völkermord. Roma in der Ukraine 1941-1944“. Die Macher_innen der Ausstellung sprechen bewusst nicht von einem „vergessenen“, sondern von einem ignorierten Völkermord. Denn in den Familien der Überlebenden war der Völkermord stets präsent, während die Mehrheitsgesellschaft ihn ignoriert habe. Sowohl in Deutschland als auch in der Ukraine.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Hintergründen und der Durchführung des Völkermords an den ukrainischen Roma. Das Herzstück der Ausstellung bilden die Erzählungen der Überlebenden des Porajmos in der Ukraine. Interviews mit den Zeitzeug_innen kann man per QR-Code im Original anhören.

Wann: Vom 2. bis 30 August 2021 während der Öffnungszeiten des Neuen Rathauses

Wo: Foyer des Neues Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4, Göttingen

https://www.facebook.com/events/161832409348169?ref=newsfeed

Weitere Infos:

Die Vernichtung der sowjetischen Roma
Roma in der Roten Armee

Der ignorierte Völkermord. Roma in der Ukraine 1941-1944

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